Wie schon in den letzten 2 Jahren habe ich mich entschlossen, für die Fastenzeit auf vegane Ernährung umzustellen. Nachdem das aber von ohnehin Vegetarisch eigentlich keine richtige Herausforderung und nach zwei Jahren schon ein bisschen Routine ist, wollte ich mal etwas neues probieren.

Im Sommer haben wir Sarah und Paul von freivon kennengelernt, die wunderschöne vegane Schuhe herstellen und sich auch sonst ganz diesem Lebensstil verschrieben haben. Nach vielen interessanten Gesprächen habe ich mich also entschlossen, diese Fastenzeit noch ein bisschen veganer zu verbringen und mich nicht auf das Essen zu beschränken, sondern auch Leder, Wolle und Seide wegzulassen.

Easy! ...dachte ich mir. Aber schon die erste Woche bin ich komplett gescheitert. Schon am ersten Tag habe ich festgestellt, dass ich in den Skiurlaub leider nur Lammfellstiefel mitgenommen hatte. Und barfuß heimfahren bei Schneechaos war keine echte Alternative.

Zu Hause stellte ich fest, dass meine vegane Schuhauswahl auch nicht gerade wintertauglich ist:

 

 

Und dann musste ich auch noch am Wochenende beruflich auf eine Messe, auf der nicht gerade viele Veganer herum laufen. Also, mussten doch wieder die Lederschuhe an die Füße, da meine neuen Schuhe von freivon erst noch produziert werden.

Abends war ich bei zwei Freundinnen eingeladen, denen ich vergessen hatte, vorab von meinem Fastenopfer zu erzählen. Und da ich nicht unhöflich sein wollte, habe ich es verschwiegen und (mit Genuss, wie ich zugeben muss...) alles gegessen, was auf den Tisch kam.

Nach fast einer Woche von Ausnahmen und Ausreden, habe ich nun heute meinen Schrank sortiert in vegan...

 

 

und nicht-vegan...

 

 

Und nach einigem Suchen habe ich auch einen Ersatz für meine warme Daunenjacke gefunden: Eine relativ dünne Stippjacke kombiniert mit einer Steppveste. Ich konnte mir bis heute nicht vorstellen, dass ich einmal „Hurra!“ rufen würde, wenn ich auf einem Etikett 100% Polyester lesen würde.

Schließlich habe ich mich zum Glück noch erinnert, dass ich im Büro ein paar halbwegs alltagstaugliche Gummistiefel herum stehen habe.

So, jetzt muss ich mir nur noch eine dicke Baumwollmütze stricken, und die nächsten 35 Tage Fastenzeit können kommen.

Mein Fazit der ersten Woche ist, dass es nicht leicht ist, spontan mal eben vegan zu leben. Es bedarf doch einer gewissen Planung und Umstellungsphase.

Auch bei frank+frank werden wir nicht komplett auf vegane Kleidung umstellen, aber mit der veganen "Lederhose", die wir Euch im März vorstellen werden, ist der erste Schritt gemacht zu einem kleinen veganen Sortiment.